Car Hacking - Eine neue Form der Piraterie

Starten des Fahrzeugs ohne Schlüssel, GPS-Navigation, Fahrerassistenz, vernetzte Anwendungen, autonomes Fahren ... In unseren Autos steckt jede Menge Hightech. Die Autos werden immer raffinierter, die Methoden der Diebe ebenfalls: Das sogenannte Car Hacking bereitet zunehmend Probleme.

Autopiraten kommen auch ohne kontaktlosen Autoschlüssel an Ihr Fahrzeug. Im Internet werden in Videos elektronische Hilfsmittel angepriesen, die wie ein Generalschlüssel funktionieren. Letztes Jahr hat ein amerikanischer Journalist in einer Reportage gezeigt, wie er 17 Fahrzeuge namhafter Hersteller geöffnet und gestartet hat. Zwar schützen einige Versicherer, darunter die Vaudoise, Sie ab sofort gegen diese neue Form des Diebstahls. Experten warnen aber vor Hackern, die in der Lage sind, vernetzte, autonom fahrende Autos, die voller digitaler Sensoren, Radargeräte und Kameras stecken, zu kapern. Die Fahrzeuge werden zwar über eine intelligente Software gesteuert, sind aber aufgrund ihrer Verknüpfung mit dem Internet angreifbar. Das wirft die Frage auf, wie es um unsere Sicherheit beim Fahren bestellt ist. Im Februar hat der Europäische Automobilherstellerverband (ACEA) Alarm geschlagen. 

"Da sind zum einen die Serviceanbieter, die Zugriff auf die Daten möchten, zum anderen die Kunden, die dieses Angebot nutzen wollen, sich aber gleichzeitig um die Sicherheit der betreffenden Daten sorgen. Schliesslich die Autohersteller, die gewährleisten müssen, dass das Fahrzeug trotz Datenaustausch vollkommen sicher ist (...). Autos sind aber nicht einfach Smartphones oder Computer auf Rädern: Die Sicherheitsanforderungen sind wesentlich höher. Stellen Sie sich vor, Ihr Fahrzeug stellt mitten auf der Autobahn einen Fehler fest und teilt Ihnen mit: Der Motor muss neu gestartet werden. Das ist nicht nur nervig, sondern kann tödlich enden." 

Marc Greven, Leiter der Rechtsabteilung, ACEA 

Zwar leben wir nicht in einem Science-Fiction-Fim à la «The Fast & Furious». Jedoch stellen bei unseren vernetzten Fahrzeugen der Missbrauch von Fahrzeugen oder der unautorisierte Zugriff auf Daten in Echtzeit ein erhebliches Sicherheitsproblem dar. Formel-1-Rennställe stecken bereits grosse Summen in den Schutz ihrer Boliden, die während der Testläufe und Rennen mit den Technikern in der Boxengasse vernetzt sind – die Geheimhaltungspflicht und der gute Ruf machen dies unumgänglich. Auch für die Automobilindustrie hat die Sicherheit der Kunden von halbautonomen vernetzten Fahrzeugen beim Datenaustausch höchste Priorität. In Unternehmen für Cybersicherheit konnten Hacker belegen, wie leicht sich die Steuerungssysteme manipulieren lassen: vom unaufgeforderten Einschalten des Autoradios bis zum Beschleunigen des Fahrzeugs anstelle von Abbremsen beim plötzlichen Auftauchen eines Hindernisses, obwohl es vom Fahrzeug festgestellt wurde. Die Autokonstrukteure haben reagiert und eine Firewall zur Abwehr von Hackerangriffen installiert: Der Fahrer wird im Zweifelsfall aufgefordert, die Steuerung des Fahrzeugs wieder selbst zu übernehmen. Allerdings werden sich die Hacker darauf einstellen und neue Sicherheitslücken ausfindig machen. Wir werden unsere Systeme regelmässig aktualisieren müssen, genau wie wir es mit unseren Computern tun. Werden durch Hackerangriffe autonomes Fahren und unser Bedürfnis nach Vernetzung gebremst? 

Fakt ist, dass die Cybersicherheit in Zeiten zunehmend vernetzter Mobilität ein hochaktuelles Thema ist.

Auto

Auto

Weder bei Unfall, Schäden noch Diebstahl müssen Sie sich Sorgen machen – die Vaudoise ist für Sie da.


Wohnmobil

Wohnmobil

Wir begleiten Sie auf Ihren Reisen, so können Sie sich immer und überall entspannen.


Oldtimer

Oldtimer

Für Ihren Oldtimer ist nur die beste Versicherung gut genug.