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Veröffentlicht am
21.10.2026
Unternehmen

Guter Schutz beginnt mit Verständnis

Risiken, Organisation, Personal, digitale Tools und vieles mehr. Um ein Unternehmen gut zu schützen, muss man es verstehen. Grégoire Fracheboud, Direktor Vertrieb & Marketing der Vaudoise, führt aus.

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Jedes Unternehmen hat eigene Risiken, Herausforderungen und Prioritäten und entwickelt sich ganz individuell. Um Unternehmen optimal zu unterstützen, reicht es nicht aus, nur Versicherungen anzubieten: Man muss ihren Markt und ihre Tätigkeit verstehen, ihre realen Risiken erkennen und die Lösungen langfristig anpassen. Grégoire Fracheboud, Direktor des Departements Vertrieb & Marketing bei der Vaudoise, erklärt, wie sie Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbständige, KMU und Grossunternehmen unterstützen.

Die Schweiz ist ein Land von Unternehmen. Es gibt mehr als 626000 Handelsunternehmen, davon mehr als 624000 KMU. Diese machen über 99 % der Schweizer Unternehmen aus und schaffen rund zwei Drittel der Arbeitsplätze (Bundesamt für Statistik, Statistik der Unternehmensstruktur, Zahlen 2023, veröffentlicht vom KMU-Portal des Bundes, November 2025).

Es wäre jedoch zu einfach, die Schweizer Wirtschaft auf KMU zu reduzieren. Neben Familienunternehmen, Geschäften, Praxen, Werkstätten, Start-ups und selbständigen Personen besetzen Grossunternehmen ganze Branchen. In der Schweiz beschäftigen 1814 Unternehmen 250 oder mehr Mitarbeitende und bieten so zusammen 1,6 Millionen Stellen (Bundesamt für Statistik, Statistik der Unternehmensstruktur, Zahlen 2023, veröffentlicht vom KMU-Portal des Bundes, November 2025).

Kein Unternehmen gleicht dem anderen: Grösse, Unternehmensführung, internationale Ausrichtung, Abhängigkeit von digitalen Technologien, Ausrüstung, Schlüsselpersonal, Lieferkette:

Und genau hier setzt die Beratung an. Für Grégoire Fracheboud basiert gute Absicherung nicht auf einem Produkt, sondern auf einem guten Verständnis der Tätigkeit: «Bevor man eine Lösung anbietet, muss man den Markt, in dem ein Unternehmen tätig ist, kennen und die Branche, die Strategie, die Funktionsweise, die Hauptrisiken und die Risikobereitschaft verstehen. Zwei Unternehmen aus derselben Branche haben oft komplett unterschiedliche Bedürfnisse.»

Ein Industrieunternehmen mit mehreren Standorten hat andere Prioritäten als ein Handwerksbetrieb, obwohl beide auf teure Maschinen angewiesen sind. Ein schnell wachsendes KMU ist anderen Risiken ausgesetzt als ein bereits gut strukturiertes Grossunternehmen. Selbständige verfügen möglicherweise nicht über dasselbe Sicherheitsnetz wie eine Organisation mit internen Teams oder umgekehrt, während ein Unternehmen, das seine Prozesse digitalisiert, möglicherweise seinen Versicherungsschutz neu überdenken muss.

Das Unternehmen ganzheitlich betrachten

Eine passgenaue Versicherungslösung beginnt mit einem umfassenden Verständnis des Unternehmens: der Markt, in dem es tätig ist, das Geschäftsmodell, die Geschäftsräume, seine Ausrüstung, das Personal, die Haftungsrisiken, die Fahrzeugflotte, die digitalen Systeme spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Fähigkeit, den Geschäftsbetrieb auch im Fall unerwarteter Ereignisse fortzuführen.

«Ziel ist es, von den realen Risiken des Unternehmens auszugehen und nicht von einer Liste von Versicherungsprodukten», resümiert Grégoire Fracheboud. «Manche Situationen erfordern einen Versicherungsschutz. Andere erfordern zudem auch Präventionsmassnahmen, organisatorische Vorkehrungen oder eine intensivere langfristige Begleitung.»

Durch eine Bedarfsanalyse lassen sich zwei häufige Fallstricke vermeiden: unzureichender Versicherungsschutz bei hohen Risiken oder Deckungen, die überflüssig sind oder nicht mehr die realen Bedürfnisse abdecken. Denn ein Unternehmen verändert sich. Es stellt neue Mitarbeitende ein, investiert, zieht um, kauft Material, baut eine Fahrzeugflotte auf, erschliesst neue Märkte, digitalisiert sich oder richtet sich neu aus. Jeder Entwicklungsschritt verändert die Risikolage.

Was bedeutet das? Der aktuelle Stand sollte regelmässig überprüft werden. «Durch eine jährliche Überprüfung kann man feststellen, ob der Versicherungsschutz noch zum Unternehmen passt, ob es neue Risiken gibt und man gegebenenfalls Anpassungen vornehmen muss», erklärt Grégoire Fracheboud.

Sich rasch verändernde Risiken

Diese Überprüfung wird umso wichtiger, als sich die Schweizer Unternehmen in einem zunehmend unsicheren Umfeld bewegen. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes rechnet mit einem BIP-Wachstum in der Schweiz von 0,9 % im Jahr 2026, das liegt laut SECO deutlich unter dem Durchschnitt (Konjunkturprognose, Juni 2026).

Zu dieser wirtschaftlichen Zurückhaltung kommen noch weitere Herausforderungen hinzu: digitale Transformation, Cyberbedrohungen, regulatorische Veränderungen, Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten, Arbeitskräftemangel oder Druck auf die Margen. Laut einer aktuellen Studie der Schweizerischen Nationalbank, die vom KOF Institut unterstützt wird, könnten in den nächsten zehn Jahren rund 400000 Personen mehr den Arbeitsmarkt verlassen, als junge Menschen neu eintreten, ohne Zuwanderung und bei konstanter Erwerbsquote (KOF-Mitteilung, März 2026).

Auch die Cybersicherheit zeigt, wie stark sich die Risikolandschaft verändert hat. Im zweiten Halbjahr 2025 gingen beim Bundesamt für Cybersicherheit 29 006 freiwillige und 145 obligatorische Meldungen zu Cybervorfällen ein. Laut dem Halbjahresbericht 2025/2 des Bundesamts für Cybersicherheit vom 30. März 2026 wurden 52 % der eingegangenen Meldungen als Betrug eingestuft.

Diese Risiken betreffen nicht nur grosse Unternehmen. Cyberangriffe, der längere Ausfall einer Schlüsselperson, Geräte- oder Wasserschäden, Materialdiebstahl oder der Wegfall eines kritischen Lieferanten können sowohl KMU als auch Selbständigerwerbende in Schwierigkeiten bringen. Grosse Unternehmen stehen dagegen häufig vor der Herausforderung, zahlreiche Versicherungsdeckungen für mehrere Standorte zu koordinieren und dabei komplexen Governance-Anforderungen gerecht zu werden.

Eine einzige Ansprechperson

In diesem Zusammenhang spielen Nähe und Verfügbarkeit eine zentrale Rolle. Nicht nur, dass es eine Beraterin oder einen Berater in der Region gibt, sondern weil eine enge Beziehung ein genaues Wissen über das Unternehmen voraussetzt: über seine Tätigkeit, seine Prioritäten, seine Geschichte, seine Grenzen und seine Pläne.

Bei der Vaudoise haben Unternehmenskundinnen und -kunden daher eine einzige Ansprechperson, die alle Belange – Sachversicherungen, Haftpflicht, Fahrzeuge, Personal, Betriebsunterbruch, berufliche Vorsorge und Arbeitssicherheit – koordiniert. Für das Unternehme bedeutet das einen echten Gewinn.

«Berater oder Beraterinnen, die einen Betrieb langfristig begleiten, kennen das Unternehmen sehr gut», betont Grégoire Fracheboud. «So können sie im Fall der Fälle proaktiv und zeitnah relevante Empfehlungen geben und sind da, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen.»

Das bedeutet aber nicht, dass das Unternehmen von einer einzelnen Person begleitet wird. Die Ansprechperson organisiert bei Bedarf die erforderlichen Fachleute. Für das Unternehmen ist der Ablauf einfach: Ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner, der zuhört, berät und die richtigen Fachleute koordiniert.

Die Vaudoise setzt in ihren Lösungen diese Logik in den Vordergrund: umfassender und massgeschneiderter Schutz, kundennahe Expertise, persönliche Betreuung und schnelle Schadenabwicklung. Ziel ist es, dass Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit so schnell wie möglich wieder aufnehmen können.

Der Unterschied liegt in der Betreuung

Oft zeigt sich erst im Schadenfall, wie gut ein Partner wirklich ist. Für ein Unternehmen geht es nicht nur darum, entschädigt zu werden. Es gilt, die Situation zu verstehen, zu wissen, welche Schritte zu unternehmen sind, die Betriebsunterbrechung so gering wie möglich zu halten und den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

«Bei einem Schaden erwartet man eine schnelle Bearbeitung, eine persönliche Betreuung und eine faire Entschädigung», so Fracheboud. «Was wirklich den Unterschied macht, ist die Reaktionsschnelligkeit, die Transparenz bei der Bearbeitung und der Fortschritt sowie die Fähigkeit, die Kundeninteressen zu vertreten.»

Für kleine Unternehmen können schon wenige Tage Betriebsunterbruch erhebliche Auswirkungen haben. Für ein grosses Unternehmen ergibt sich die Komplexität manchmal aus der Anzahl der beteiligten Akteure, den finanziellen Dimensionen oder der Koordination mehrerer Standorte. Unabhängig von der Unternehmensgrösse sind eine persönliche Betreuung, kurze Reaktionszeiten und ein fundiertes Verständnis der individuellen Situation von zentraler Bedeutung

Eine Versicherung für alles

Die Bedürfnisse eines Unternehmens beschränken sich nicht auf seine Räumlichkeiten oder seine Ausrüstung. Natürlich muss das Eigentum geschützt werden: Räumlichkeiten, Waren, technische Ausrüstungen, IT-Anlagen, Fahrzeuge oder Gebäude. Aber auch die Geschäftstätigkeit selbst muss bei unvorhergesehenen Ereignissen so weit wie möglich weiterlaufen.

Der Schutz der Mitarbeitenden hat oberste Priorität und stellt das grösste Risiko dar. Damit verbunden sind auch gesetzliche Verpflichtungen im Bereich Versicherungsschutz. Unfallversicherung UVG, UVG-Zusatzversicherung, Krankentaggeldversicherung, berufliche Vorsorge: Diese Lösungen tragen zur Sicherheit der Mitarbeitenden und zur Stärkung der Unternehmensstabilität bei. Die Vaudoise bietet insbesondere eine Krankentaggeldversicherung, um den Anteil des versicherten Lohns bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit abzudecken, sowie Deckungen für Angestellte und Selbständige.

Für Unternehmen haben die Mitarbeitenden den höchsten Wert: Sie sind ihr wertvollstes Kapital und nehmen eine zentrale Rolle ein. Entsprechend kommt dem betrieblichen Gesundheitsmanagement eine besondere Bedeutung zu. Mit ihrem Corporate Health Management unterstützt die Vaudoise Unternehmen bei der Betreuung von Krankheits- und Unfallfällen, bei der Wiedereingliederung nach einer Absenz sowie bei der Reduktion von Fehlzeiten.

Auch hier sind die Bedürfnisse sehr unterschiedlich. Während Grossunternehmen ihre Prozesse im Absenz- und Gesundheitsmanagement oft standortübergreifend organisieren müssen, liegt der Fokus von KMU häufig auf dem Schutz einzelner Schlüsselpersonen. Selbständige möchten vor allem verhindern, dass eine Arbeitsunfähigkeit ihr Einkommen oder ihre Geschäftstätigkeit gefährdet.

Eine genossenschaftliche Versicherung auch für Unternehmen

Bei genossenschaftlichen Versicherungen denkt man vielleicht zunächst an Privatpersonen. Doch auch Unternehmen profitieren von diesem Modell.

Konkret heisst das, dass alle zwei Jahre je nach Versicherung ein Teil des Gewinns in Form von Prämienrabatten an die Unternehmenskunden zurückgeht. Je nach Unternehmensgrösse, Anzahl der Verträge und dem Prämienvolumen kann dieser Rabatt manchmal eine beträchtliche Summe ausmachen.

Für Fracheboud geht es jedoch nicht nur um die Höhe der Rückzahlung, sondern auch um das Genossenschaftsmodell selbst: «Die Gewinnverteilung steht für eine langfristige Partnerschaft und gelebte Solidarität. Als genossenschaftliche Versicherung teilt die Vaudoise nicht nur das Risiko mit ihren Unternehmenskundinnen und -kunden, sondern auch einen Teil des geschaffenen Mehrwerts.»

Dieses Modell untermauert eine einfache Idee: Beziehungen beschränken sich nicht nur auf Verträge. Die Vaudoise versteht ihre Begleitung als langfristiges Engagement und legt besonderen Wert auf Stabilität, Vertrauen und nachhaltigen Mehrwert für ihre Unternehmenskundschaft.

Mit mehr Gelassenheit voranschreiten

Alle verschiedenen Versicherungen als Ganzes betrachten, nicht als Ansammlung von Verträgen, sondern als ein konsequenter Schutz des Unternehmens, seiner Tätigkeit und seines Teams. Das ist das Credo der Vaudoise.

Unser Ratschlag für Unternehmerinnen und Unternehmer: «Als erstes empfiehlt sich eine ganzheitliche Diagnose», sagt Grégoire Fracheboud. «Es braucht eine genaue Einschätzung des Marktes, der Strategie, der Geschäftstätigkeit, der Vermögenswerte, der Verantwortlichkeiten, der Schlüsselpersonen, der Räumlichkeiten, der Fahrzeuge, der digitalen Tools und der Szenarien, die das Unternehmen in Schwierigkeiten bringen könnten.»

Diese Diagnose verdeutlicht, was abgedeckt, was besser geschützt und was regelmässig überprüft werden muss. Für ein Unternehmen ist dies eine Möglichkeit, mehr Gelassenheit, aber auch mehr Kontrolle zu gewinnen.

Ein Unternehmen abzusichern bedeutet also nicht einfach nur, eine Versicherungspolice zu unterzeichnen. Es bedeutet, einen Partner zu wählen, der versteht, was Ihren Betrieb oder Ihre Tätigkeit ausmacht, der Ihre Bedürfnisse antizipiert und Sie auf lange Sicht unterstützt. Bei der Vaudoise wird diese Nähe im Alltag gelebt, mit Beratern und Beraterinnen, die die lokale Wirtschaft verstehen, Fachleute, die bei Bedarf intervenieren, und Lösungen, die auf die Realität von KMU, Selbstständigen und Grossunternehmen zugeschnitten sind.
Wann sollte man die Versicherungen fürs Unternehmen überprüfen?

Eine Bestandsaufnahme empfiehlt sich:

• bei Gründung 
• beim Einstellen neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
• beim Umzug oder Erweitern der Räumlichkeiten 
• bei Eröffnung einer neuen Filiale oder eines neuen Standorts 
• beim Kauf neuer Ausrüstung oder neuer Geräte 
• beim Aufbau einer Fahrzeugflotte 
• bei der Digitalisierung der Geschäftstätigkeit 
• wenn Sie es mit vielen Daten zu tun haben 
• bei Lancierung eines neuen Angebots 
• bei einem Wechsel des Geschäftsmodells 
• wenn das Unternehmen stark wächst 
• wenn Sie Ihre Mitarbeitenden besser absichern möchten 
• wenn Sie Ihren Versicherungsschutz schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr geprüft haben 

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