Bei Stürzen zu Hause verletzen sich in der Schweiz jedes Jahr rund 50 000 Erwerbstätige. Davon verletzen sich über 7000 sogar schwer. Stürze zu Hause werden oft als ein Problem im hohen Alter wahrgenommen; sie betreffen aber zu einem grossen Teil auch erwerbstätige Erwachsene.
Wer sich überschätzt, riskiert schwere Verletzungen
Die im Auftrag der BFU und der Vaudoise Versicherungen durchgeführte Social-Marketing-Studie zeigt, dass das Sturzrisiko von Erwachsenen in der Schweiz stark unterschätzt wird.
Im Einzelnen konnte Folgendes festgestellt werden:
Es mangelt also nicht an Wissen, sondern am Sicherheitsreflex im richtigen Moment. Ein Sturz zu Hause passiert nicht nur den anderen, und ein Sturz kann schwerwiegende Folgen haben: für die Gesundheit und für die Selbstständigkeit, oder man kann sich nicht mehr um seine Angehörigen kümmern.
Klar erkennbare Hemmnisse
Die grössten Gefahren sind bekannt: das Ausrutschen in der Dusche oder in der Badewanne, Eile oder Unachtsamkeit, Stolperfallen, rutschige Böden oder die Verwendung kreativer Alternativen anstelle einer Trittleiter oder einer Leiter. Andere Gefahren werden von den Befragten weniger häufig genannt, etwa fehlende Handläufe oder ungenügende Beleuchtung.
Doch die täglichen Gewohnheiten, Zeitmangel und das Unterschätzen des Risikos verhindern oft eine Verhaltensänderung. Stürze passieren, wenn Bequemlichkeit Vorrang vor Sicherheit hat. Die Herausforderung für die Prävention besteht also nicht nur darin, zu informieren, sondern auch darin, dafür zu sorgen, dass die richtigen Verhaltensweisen im Alltag übernommen werden. Licht einschalten, Durchgänge freihalten, Handläufe benützen und lieber eine stabile Trittleiter als einen Stuhl wählen: Diese einfachen Massnahmen können das Sturzrisiko verringern.
Gemeinsam für eine wirkungsvolle Prävention
Das Verständnis von Hemmnissen bei der Prävention von Unfällen im häuslichen Umfeld soll dazu beitragen, die Prävention auf der Grundlage neuer Erkenntnisse zu stärken und zu verbessern. Mithilfe der Studienergebnisse lassen sich ausserdem verschiedene Zielgruppen identifizieren, und es lässt sich besser nachvollziehen, welche Botschaften, Kanäle und Ansätze diesen Zielgruppen am ehesten helfen, einfache Präventionsmassnahmen umzusetzen. Die Partnerschaft zwischen der BFU und Vaudoise Versicherungen ermöglicht es somit, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Prä- ventionsmassnahmen zu übersetzen und den Grundstein für eine neue Kampagne zu legen. Diese soll zum Handeln anregen und die nachhaltige Übernahme sichererer Verhaltensweisen im Alltag fördern.
Die Gruppe Vaudoise Versicherungen
Die Vaudoise Versicherungen gehören zu den zehn grössten Privatversicherern in der Schweiz. Das 1895 gegründete Unternehmen bietet hochwertige Beratung und Produkte in allen Bereichen der Versicherung, der Vorsorge und der Vermögensverwaltung. Sie ist nah bei ihren Kundinnen und Kunden, sowohl für die Beratung als auch bei der Schadenregulierung. Die Gruppe beschäftigt über 2 000 Mitarbeitende (VZÄ), darunter sind rund 100 Lernende und Personen in Ausbildung. Ganz im Sinne ihrer genossenschaftlichen Wurzeln gibt die Vaudoise ihren Kundinnen und Kunden einen Teil ihres Gewinns in Form von Prämienrückerstattungen weiter. In den Jahren 2025-2026 verteilt sie so CHF 44 Millionen. Die Aktien der Vaudoise Versicherungen Holding AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert (VAHN).